Wer stark saugende Wände tapezieren will, der musste bisher einen zusätzlichen Arbeitsgang einplanen: das Grundieren.
Der richtige Kleister ist die halbe Miete...
Bevor man sich ans Tapezieren macht, muss man zunächst den Zustand der Wand überprüfen. Es gibt vom Altbauputz bis zur Betonwand viele verschiedene Untergründe, die unterschiedliche Grundierungen benötigen können. Für das Tapezierergebnis ist die Vorbereitung der Wand ganz entscheidend. Man sollte darum die Vorbereitung ernst nehmen und den Wanduntergrund einigen einfachen Tests unterziehen. Egal ob knochentrockener Altbauputz oder frisch verbaute Rigipswände: das häufigste Problem sind saugende Untergründe. Wenn die Wand zu trocken ist, entzieht sie dem Tapetenkleister zu schnell die Feuchtigkeit. Häufig merkt man die Folgen nicht sofort, sondern erst nach Wochen oder Monaten: die Tapete löst sich an den Nähten und Ecken!
Bisher musste man bei stark saugenden Wänden vorkleistern. Diesen Aufwand kann man sich mit neuen, besonders stark haftenden Kleistern sparen. Sie bringen die Grundierung gleich mit und sind damit sogenannte '2 in 1' Kleister. Spezielle Inhaltsstoffe wirken regulierend und verhindern das Absaugen des Wassers aus dem Kleister in den Untergrund. So bleibt der Klebstoff auf der Wand und hält dort auch schwere Tapeten wie Rauhfaser dauerhaft und ohne Aufplatzen der Nähte. Tapetenkleister, die schwere, überstreichbare Tapeten verkleben, können übrigens auch für Renoviervlies oder Glasgewebe verwendet werden.
Beim Tapezieren ist aber nicht nur die Vorbereitung entscheidend - auch das gerade Ankleben der ersten Bahn ist besonders wichtig! Auch wenn die Rauhfaser überstrichen werden soll: wenn die erste Bahn nicht richtig hängt, wird der Stoß zwischen den Bahnen über die ganze Wand immer schiefer und kann dann richtig auffallen. Wie man schiefe Bahnen mit Hilfe von Lasern vermeiden kann, lesen sie hier!