Für die Verbindung von zwei Geschossen in einem Einfamilienhaus gibt es viele Möglichkeiten. Zuerst muß man sich für eine Treppenform entscheiden, dann für das Material und den Einbau: durch eine Firma oder in Eigenregie. Der hier im Video-Workshop vorgestelle Einbau einer Wangentreppe kann tatsächlich von engagierten Selbermachern durchgeführt werden.
Wangentreppe ist die Bezeichnung für eine Treppe, bei der die Stufen nicht auf einer Metall- oder Betonkonstruktion aufliegen, sondern in den seitlichen Wangen befestigt sind. Die klassische Holztreppe ist eine Wangentreppe. Die Trittstufen liegen in Ausfräsungen der Wangen auf. Nach der Form der Ausfräsungen unterscheidet man eingeschnittene Treppe, eingeschobene Treppe, halbgestemmte Treppe und gestemmte Treppe. Treppenwangen werden nach ihrer Lage unterschiedlich benannt. Liegen Wangen an Wänden, werden sie als Wandwangen bezeichnet. An der freien Treppenseite liegende Wangen heißen Freiwangen, bei viertel- oder halbgewendelten Treppen auch Licht- oder Öffnungswangen. Das bogenförmige Übergangsstück, das bei gewendelten Treppen zwei Freiwangenabschnitte verbindet, heißt Kropfstück.

Bei aufgesattelten Treppen werden die Trittstufen rechts und links auf Tragholme aufgesetzt. Die geneigten Tragholme benötigen daher eine waagerechte Auflage. Die Setzstufe ist das vertikale Teil einer Treppenstufe. Sie wird auch Stoßstufe, Stoßtritt, Futterstufe oder Futterbrett genannt.
Die Einzelteile einer solchen Treppe werden heute mit computergesteuerten Maschinen in einer Passgenauigkeit hergestellt, die mit Handarbeit nicht zu erreichen ist. Die Treppe wird in durchnummerierten Einzelteilen geliefert und kann dann nach Plan in Eigenleistung oder durch eine Fachfirma montiert werden.




