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Eine bisher zu selten genutzte Möglichkeit, aus tristen Wänden einen wahren Blickfang zu machen, ist die Fassadenbegrünung. Gerade in dicht bebauten Wohngebieten lohnt sie sich ganz besonders. Das sieht nicht nur gut aus, sondern bietet auch noch viele Vorteile.
 Fassadenbegrünung verwandelt triste Mietshäuser in grüne Oasen Dicht an dicht reihen sich vielerorts die Wohnhäuser. Da bleibt nicht viel Platz für frisches Grün. Doch auch dort, wo nur wenig Freiraum vorhanden ist, muss auf Natur nicht unbedingt verzichtet werden. Vertikale Flächen lassen sich mit einer Fassadenbegrünung in lebende Wände verwandeln – ohne Bauantrag und zeitraubende Planung.
 Auch Einfamilienhäuser profitieren von einer grünen Bepflanzung So wird es möglich, die Architektur eines Hauses mit dem Grün des Gartens zu verbinden. Auf diese Weise setzt sich der Garten in der Vertikalen fort – das vermehrt die Grünfläche erheblich! Begrünte Fassaden sind auch ökologisch sinnvoll und das in mehrfacher Hinsicht. Haben Kletterpflanzen erst mal ein gewisses Alter erreicht, umschließen sie die Hausfassade wie eine zweite Hülle. Auf diese Weise halten sie wie ein natürlicher Schutzschild Wind und Wetter ab. So lassen die überlappenden Blätter Regen erst gar nicht bis an die Hauswand vordringen. Die Fassade bleibt trocken und damit länger intakt.
Zusätzlich wirkt das Luftpolster zwischen Blattwerk und Hauswand als weitere Wärmedämmung: Im Sommer verhindert es die unerwünschte Aufheizung und im Winter die Wärmeabstrahlung der Wände. Dadurch werden die Temperaturschwankungen, denen sonst ein ungeschütztes Haus im Tagesund Jahresverlauf ausgesetzt ist, erheblich verringert. Außerdem produzieren die Pflanzen lebenswichtigen Sauerstoff und bieten Kleinstlebewesen einen Lebensraum.
Was man beachten muss, damit die Fassadenbegrünung dauerhaft Freude bereitet, und welche Pflanzen sich dafür eignen, zeigt die Fotoshow.
 Jutta Busch-Bertsch entschied sich gegen Wilden Wein und für die Kletterhortensie Jutta Busch-Bertsch hatte anfangs gute Erfahrungen mit dem Wilden Wein gemacht, mit dem ihre Hauswand komplett von unten bis oben zugewachsen war. Die Fassade blieb intakt und auch die Regenrohre haben nicht gelitten. Jedoch stellte sich bald ein Problem ein, mit dem sie und ihre Familie vorher nicht gerechnet hatten. Der Wilde Wein, den sie an der Südseite gepflanzt hatte, um die Temperaturschwankungen zu verringern, wuchs zu einer großen Pflanze heran, so kräftig, dass seine Hauptranken breit genug waren, um wie eine Treppe Tieren den Weg nach oben zu ermöglichen. Diese sind dann übers Dach ins Haus gelangt.
 Noch hat die Hortensie nur eine Ecke des Hauses erobert Die Familie musste handeln und sah die einzige Lösung im radikalen Rückschnitt des Weines – ein herber Verlust. Lange wird die Hauswand allerdings nicht mehr kahl sein, denn die Pflanzenliebhaberin will auf keinen Fall auf das Grün am Haus verzichten. Die Kletterhortensie, die statt des Weines gepflanzt wurde, soll größer werden und irgendwann beide Seiten des Hauses bedecken. Manchmal steht eben erst nach einer Experimentierphase fest, welches Fassadengrün für welches Haus am besten geeignet ist.
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