Die Neuanlage einer Rasenfläche

Eine Schritt-für-Schritt Anleitung

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Bodenvorbereitung:
Die Qualität einer Rasenfläche ist abhängig von der Bodenbeschaffenheit. Rasen liebt lockere, mäßig feuchte und neutrale, bis leicht alkalische Böden.
Das Erdreich besteht eigentlich aus immer gleichen Bestandteilen, nur das Verhältnis seiner Bestandteile zueinander variiert. Sandböden werden schnell ausgewaschen und können keine Feuchtigkeit speichern. Zu schwere Lehmböden sind oft stark verdichtet. Beides mag der Rasen nicht.

Sandböden: hier hilft die Beigabe von etwas Ton. In Verbindung mit Sand wird die Mischung zu lockerem Lehmboden - einem hervorragenden Nährstoff-und Feuchtigkeitsspeicher.
Lehmböden: bei stark lehmhaltigen Böden muss Sand beigegeben werden, um den Boden lockerer und luftdurchlässiger zu machen.


Bodenanalyse = pH-Wert Bestimmung:
Um erfolgreich einen Rasen anzulegen, sollte man zunächst den pH-Wert seines Bodens bestimmen. Man löst etwas Erde in einem Wasserglas auf und testet mit Lackmuspapier oder PH-Sticks aus dem Aquaristikbedarf. Ist der pH-Wert sehr niedrig (z.B. pH 4), können wichtige Nährstoffe wie Magnesium, Kalium und Bor nur noch schwer aufgenommen werden. Andererseits bewirkt ein zu hoher pH-Wert ( ca. pH 8 = alkalischer Boden, hoher Kalkgehalt) eine Unterversorgung mit Eisen und Magnesium. Grundsätzlich gilt:

- pH-Wert unter 5: Der Boden muß aufgekalkt werden.
- pH-Wert über 7: Der Boden sollte mit Torf angereichert werden.


Gründünger zur Vorbereitung:
Ein Jahr bevor ein Rasen angelegt werden soll, sollte man Gründünger aussäen, der im Herbst abgemäht und über Winter als Mulch liegen gelassen werden kann. Hierfür eignen sich gelbe Lupinen,Klee oder Bohnen, die die Erde mit Stickstoff anreichern. Wer nicht soviel Zeit hat, kann auch auf Fertigdünger zurückgreifen.


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Die Rasenmischung hängt vom geplanten Rasentyp ab!
Auswahl der Grassorten
: Rasen besteht aus mehreren Gräserarten. Je nach Mischung der verschiedenen Gräser entstehen so unterschiedliche Rasentypen, die sich durch Ihre Nutzungsmöglichkeiten, Pflegebedarf und Standortvorlieben unterscheiden. Die wichtigsten Sorten sind: Weidelgras, Rotschwengel und Wiesenrispe. Aus diesen Gräsern sind die meisten Mischungen für Haus- und Spielrasen zusammengesetzt. Außerdem gibt es besondere Mischungen für schattige Standorte.

Die Rasensorten stellen wir Ihnen in dem VideoArtikel DAS HEILIGE GRÜN genauer vor!


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Jede Bodenwelle erschwert die Pflege des Rasens
Die Aussaat:
Umgraben, begradigen, harken, säen und wässern!

Der im Vorjahr präparierte Boden wird etwa spatentief umgraben und dabei von Steinen und Wurzeln befreit. Anschließend wird die Fläche begradigt. Hier kann man einen langen Richtscheit oder eine Alu-Leiter verwenden. Für das Begradigen sollte man sich etwas Zeit nehmen und möglichst penibel arbeiten, denn selbst kleine Senken und Kuhlen stören später bei der Rasenpflege. 
Jetzt muss sich der Boden ein bis zwei Wochen setzen. Danach wird er geharkt und gelockert, da die Gräser einen gut durchlüfteten Boden benötigen.


Sinkt die Temperatur auch nachts nicht unter 10°C, kann man mit dem Aussäen der Samen beginnen. Gut sind windstille, bewölkte Tage. Vor oder während der Aussaat sollten spezielle Rasenstarterdünger verwendet werden, die die Gräser zusätzlich mit Nährstoffen versorgen.


Bei einer größeren Fläche verwendet man am besten einen Streuwagen. Es geht natürlich auch mit der Hand. Achten Sie in jedem Fall auf eine gleichmäßige Verteilung des Saatgutes. Sie können mit 15 bis 30 Gramm Saatgut pro Quadratmeter rechnen. Anschließend werden die Samen leicht in den Boden eingearbeitet und angewalzt, oder mit Fußbrettchen festgetreten.
Die Beetfläche muß nun mindestens 6 Wochen gleichmäßig feucht gehalten werden und darf nicht austrocknen.  Vermeiden Sie dabei große Sprühtropfen und Pfützenbildung.
 


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Rasen braucht Wasser!
Erste Pflege:
Bei ca. 10 cm Wuchshöhe kann der erste Schnitt auf 5 cm Länge erfolgen. Achten Sie auf scharfe Mäherklingen, da sonst zu viele junge,schwachverwurzelte Graspflanzen aus dem Boden gerissen werden. Der erste Schnitt ist eine wichtige Pflegemaßnahme, da hierbei unerwünschte Pflanzen, die meist schneller blühen als die Gräser, zurückgedrängt werden können. Eine anschließende Stickstoffgabe fördert das Wachstum der Seitentriebe.Der Rasen kann nun regelmäßig 1-2 mal  wöchentlich auf die optimale Länge von 3-4 cm gemäht werden. Schattenrasen sollte grundsätzlich länger stehen gelassen werden. Um die mangelnde Lichtversorgung zu kompensieren braucht das Gras mehr Blattoberfläche zur Versorgung der Pflanze.



 


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