Bonsai: Umtopfen und Beschneiden

Gartenkunst aus Fernost (3)

Auch ein Bonsai muss gelegentlich umgetopft werden. Und ein Wurzelschnitt empfiehlt sich ebenfalls im Frühjahr zu Beginn der Wachstumsperiode.

Zimmerpflanzen
Bonsaianfänger haben es nicht leicht. Nachdem der Baum im Winter kahl und unansehnlich wurde, beginnt er im Frühjahr wild in alle Richtungen wachsen. Daher sollten die Triebe eingekürzt und der Baum wieder in Form geschnitten werden. Oft erleiden Bonsais auch so genannte 'Lichtschäden', wenn sie an ihrem Standort nur von einer Seite Licht bekommen haben. Der Baum tendiert dann dazu, an der belichteten Seite stärker zu wachsen. Daher sollte man Bonsais, aber auch andere Pflanzen, regelmäßig drehen, damit sie keine 'Schattenseiten' entwickeln.

Zimmerpflanzen
Gar nicht so selten bildet sich auch ein Schimmelbelag auf der Erde. Dies stört zwar den ästhetischen Eindruck, ist für den Baum allerdings nicht schädlich. Ein solcher Belag kann leicht mit einer Spezialbürste, oder auch mit einer Zahnbürste abgebürstet werden. Oft ist es aber ohnehin ratsam, die Erde komplett auszutauschen, vor allem, wenn sie bereits arm an Nährstoffen ist. Hier ist das Frühjahr die richtige Zeit, denn nun braucht der Mini-Baum neue Kraft für das neue Wachstum. Junge Bäume sollten alle zwei bis drei Jahre in eine neue, größere Schale verpflanzt werden, älteren Bäumen reicht ein Umtopfen im Abstand von drei bis vier Jahren. Hinweise zum Wurzelschnitt und zum Umtopfen finden Sie im Workshop.

Bonsaischalen müssen ganz besondere Eigenschaften haben. Sie sind zwar überwiegend glasiert, im Inneren der Schale jedoch fehlt die Glasur. So kann die Keramik Feuchtigkeit aufnehmen und abgeben und damit regulierend wirken. Außerdem verfügen die Schalen über kleine 'Füßchen' und Löcher im Boden für eine ausreichende Luftzirkulation.

Zimmerpflanzen
Ganz entscheidend ist die richtige Erde. Engagierte Bonsaibesitzer mischen die Erde gerne selbst. Bewährte Zutaten sind Humusboden, gebrannter Ton, gestoßene Lava, scharfer Splitt für die Wurzelteilung und Flusssand. Je nach Baumsorte wird die Erde noch variiert. Nadelgehölze z. B. verlangen einen höheren Kiesund Sandanteil, da sie gerne trockener stehen. Doch wer sich seine Bonsaierde nicht selber mischen möchte, der kann ebenso gut auf die Fertigmischungen aus dem Fachhandel zurückgreifen. Um seinem Baum noch etwas Gutes zu tun, kann man etwas Akadama unter die Erde mischen. Das rotbraune Substrat speichert Nährstoffe besonders gut und ist sehr luftdurchlässig.


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G721 

Kommentare (2)
24 January 2012
19 October 2007

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