Staunende Gäste in Ihrer Wohnung und dann immer dieselbe Frage: "Wie kommen die Pflanzen in die Flasche hinein?" Ein besonderer Blickfang ist der Flaschengarten allemal. Es sieht kompliziert aus – ist aber eigentlich ganz einfach.
Auch exotische Pflanzen gedeihen in einem Flaschengarten!
Wer das selbst einmal ausprobieren will, benötigt nicht einmal besondere Geräte. So ein Mini-Biotop ist deshalb auch hervorragend als Geschenk geeignet. Hobby-Gärtner Viktor Pavel hat schon viele Flaschengärten angepflanzt. "Zunächst einmal braucht man natürlich eine schöne Flasche, das muss nicht gleich so ein gigantischer Ballon sein, man kann auch mit einer schönen Weinflasche einfach mal üben." Außerdem braucht man noch Blähton, Pflanzerde und Sand – und natürlich ein paar Pflanzen.
Eine ausführliche Anleitung zum Anlegen eines Flaschengartens bieten wir Ihnen im Workshop!
Ein Flaschengarten bietet, ähnlich wie ein Terrarium, ein feucht-tropisches Klima und kann darum besonders schöne, exotische Pflanzen beherbergen. Geeignet sind zum Beispiel Bromelien oder Calanten. Achten Sie darauf, dass die Pflanzen absolut gesund und kräftig sind und dass keine Schädlinge beherbergen. Denn wenn die Schmarotzer den Weg in die Flasche gefunden haben, sind sie kaum zu entfernen.
Suchen Sie kräftige kleine oder teilbare Pflanzen aus
Auf den Pflanzenmix kommt es an! Natürlich sollte man für einen Flaschengarten möglichst kleine und kleinwüchsige Pflanzen verwenden. Sie sind auch in gut sortierten Gartenmärkten nicht immer leicht zu finden. Besonders wichtig ist es, dass die Pflanzen zusammen passen und eine etwa gleiche Wuchsgeschwindigkeit haben. Zusätzlich zu den Solitärpflanzen sollte man am Schluss noch einen Bodendecker wählen, wie den Bubikopf. Er begrünt den Boden und rundet das Ensemble ab.
Das Video und die Fotoshow zeigen, wie es geht. Für einen Flaschengarten werden Blähton (zur Entwässerung) und ein Sand-Erde-Gemisch in die Flasche gefüllt und dann nacheinander alle Pflanzen vorsichtig mit zwei Bambusstäben durch den Flaschenhals geschoben. Die Stäbe, an denen zum Beispiel ein Korken oder ein Löffel befestigt sein kann, sind das ganze Geheimnis des Flaschengartens. Mit ihrer Hilfe werden die Pflanzen aufgerichtet und ihre Wurzeln vorsichtig in die Erde gedrückt. Zum guten Schluss wird alles mit einem Blumensprüher gewässert.
In kurzer Zeit schon bildet sich in dem Flaschengarten ein kleines Biotop, das sich selbst versorgen wird: Die von den Blättern abgegebene Feuchtigkeit wird am Glas kondensieren und wieder in die Erde sickern. Mit etwas Arbeitsaufwand erhalten Sie so eine echte – und pflegeleichte – Attraktion!