Eine Sanierung des Rasens ohne Umgraben erfolgt in sechs Schritten: Mähen, Vertikutieren, Säubern, Düngen und Säen, das Abdecken mit Torf und schließlich das Wässern.
Zuerst wird gemäht. Dabei muss der Rasenmäher auf die unterste Stufe gestellt werden, denn der alte Rasen wird so kurz wie möglich abgeschnitten.
Für den zweiten Schritt braucht man einen Vertikutierer. Die scharfen Messer sollen Moos und Rasenfilz restlos entfernen und damit dem Samen später den Kontakt zum Erdreich ermöglichen. Für das gründliche Bearbeiten der Fläche sollte der Vertikutierer quer zu den Bahnen des Rasenmähers geführt werden. Je radikaler dabei mit dem Vertikutierer gearbeitet wird, umso besser sind später die Voraussetzungen für das Keimen des Saatgutes. Der herausgerissene Rasenfilz und das Moos lassen sich übrigens hervorragend kompostieren.
Nachdem die Fläche mit einem Rechen gesäubert wurde, sind die Vorbereitungen des Bodens abgeschlossen. Nun kann der Dünger und das spezielle Saatgut aufgebracht werden.
Ein Streuwagen erleichtert die genaue Dosierung. Auch hier sollte das Saatgut parallel zur Grundfläche aufgebracht werden. Mit dem Dünger fährt man dann am besten quer dazu, so können die Spuren nicht verwechselt werden.
Die gesamte Fläche wird dann noch mit Torf abgedeckt. Der Torf sollte ohne Düngerbeimischung sein und höchstens einen halben Zentimeter dick verteilt werden. Gräser sind Lichtkeimer und dürfen daher nicht zur Gänze mit Erde oder Torf bedeckt werden.
Zum Schluss kommt dann noch ein entscheidender Schritt: das Wässern. Nur wenn die ganze Fläche gut gewässert wurde, können Torf und Dünger in den Boden eindringen und die Samen keimen.






