Brigitte Adam notiert sowohl Pluspunkte als auch Schwachstellen
Morgens um halb zehn steht in der Kleingartenanlage 'Am Ahrensfelder Berg' die jährliche Gartenbegehung an. Zusammen mit ihren Vorstandskollegen kontrolliert Brigitte Adam heute, ob die Kleingärten ihrer Kolonie den Vorschriften der Gartenordnung entsprechen.
Dabei geht es vor allem um die Pflicht zur kleingärtnerischen Nutzung. Ein Drittel Obst und Gemüse, ein Drittel Blühpflanzen, der Rest ist Rasen, so will es die Vereinsordnung. Auch das Bundeskleingartengesetz formuliert etwas gestelzt, dass der Kleingarten neben der Erholung auch der 'Gewinnung von Gartenbauerzeugnissen für den Eigenbedarf' dienen soll. Auch wenn das Gemüse aus dem Super-
Zunehmend begeistern sich junge Familien für die Freizeit im Kleingarten
markt billiger ist als die selbst gezogenen Früchte, sollen die Kleingärten nicht zu reinen Erholungsgärten werden, denn damit würden sie ihren Sonderstatus verlieren - steigende Pachtgebühren wären zu befürchten. Doch da das Leben im Kleingarten nicht nur Arbeit, sondern vor allem Spaß machen soll, werden die strengen Vereinsvorschriften oft sehr moderat umgesetzt - auch deshalb, weil man zunehmend junge Familien für das Vereinsleben im Kleingarten begeistern will.