Heizungseinbau

Das Design-Haus (4)

Der Rohbau ist längst fertig gestellt, die Fenster eingebaut, und alle Wände und das Dach sind fachgerecht gedämmt. Damit es jetzt bald richtig warm werden kann im Haus, fehlt nur noch eines - die Heizung.

Heizung
Voraussetzung für ein sinnvolles Energie konzept ist eine gedämmte Gebäudehülle. Die ist mittlerweile beim Design-Haus von Familie Kalesse vorhanden. Innen geht es jetzt weiter mit der Sanitärinstallation. Im ganzen Haus wurden bereits die Rohre ver legt und anschließend mit einer Dämmung ummantelt. Auch unter den Heizschlangen für die Fußbodenheizung wurde zunächst eine mehrlagige Wärmedämmung verlegt.

Heizung
Die Fußbodenheizung wird mit Estrich überzogen
Fußbodenheizung mit Gasanschluß
Dann werden sie mit einem Zementestrich überzogen. Während das gesamte Untergeschoss später mittels einer Fußboden heizung beheizt werden soll, wurden im Obergeschoss herkömmliche Heizradiato ren installiert, um für die nötige Wärme zu sorgen. Wie viel Energie eine Heizungsan lage letztendlich zur Verfügung stellen muss, hängt von verschiedenen Faktoren ab, etwa wie gut die Wärmedämmung der Außenwände ist, wie groß das Volumen des Hauses ist und wie viele Personen darin wohnen. Durch den Anschluss an das öffent liche Gasnetz kommt für die vierköpfige Familie Kalesse nur eine Gasheizung in Frage. Die muss besonders klein sein, denn der Heizungsraum hat nur eine Fläche von 3 m².

Brennwertheizungen sind der aktuelle Stand der Technik Moderne Heizungsanlagen gibt es heute mit unterschiedlichen Brenntechniken und Ausstattungen. In Kundencentern der Heizungshersteller können sich Bauherren und Architekten erkundigen, welche Heizung in Frage kommt. In Neubauten werden heute überwiegend Brennwertheizungen eingesetzt. Ihr Vorteil: Im Gegensatz zu Niedertemperaturheizungen nutzen sie den größten Teil der Abgaswärme auch zum Heizen. Dadurch wird viel Energie gespart.

Heizung
Solche Brennwertheizungen verfügen darüber hinaus über einen so genannten Schichtladespeicher. In ihm wird Trinkwasser gespeichert, das zuvor über den Wärmetauscher erwärmt wurde. Das Wasser läuft oben in den Speicher hinein, was zu einer Schichtung des Warmwassers führt. Je nach dem wie viel Warmwasser gerade benötigt wird, erfolgt die Versorgung entweder aus dem Speichervorrat oder - bei höchstem Bedarf - aus dem Speicher und zusätzlich noch durch Direkterzeugung nach dem herkömmlichen Durchlauferhitzerprinzip. So kann selbst dann noch warmes Wasser bereitgestellt werden, wenn ein normaler Warmwasserspeicher bereits leer wäre. (Mehr Infos zur Brennwerttechnik finden Sie in der Fotoshow)

Heizung
Moderner Schichtenspeicher mit wenig Platzbedarf
Die Vorteile einer solchen Heizung liegen auf der Hand: Die Kosten sind deutlich geringer als bei einem konventionellen Warmwasserspeicher, denn die Effizienz des Brennwert gerätes wird bei der Warmwasserbereitung zusätzlich ausgenutzt. Außerdem gibt es merklich geringere Bereitschaftsenergieverluste. Da ein Schichtladespeicher kleiner ist als ein konventioneller Warmwasserspeicher, gibt er weniger Wärme an seine Umgebung ab. Durch die minimale Baugröße und den Hochleistungswärmetauscher ist der Warmwasservorrat auch schneller erwärmt.

Die Bedienung dieses Heizmoduls der Firma Junkers ist unkompliziert. Es gibt nur sehr wenige Schalter und Drehknöpfe, die zur Regulierung der Temperatur von Heizung und Warmwasser betätigt werden müssen. Durch eine integrierte Regelungsvariante wird der Heizbetrieb zeitlich gesteuert. Sind einmal die Grundeinstellungen an der Heizung vorgenommen, lässt sich die Temperatur fast ausschließlich über die Thermostate im Haus regulieren. So hat man auch in den übergangsmonaten im Frühjahr und Herbst gleich bleibende Wohnraumtemperaturen.

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