Dachbegrünung lässt sich auch mit Photovoltaik kombinieren
Ähnlich wie Parks oder Gärten wirken sich auch Gründächer ausgleichend auf Wasserhaushalt und Mikroklima aus. Urbanes Grün verbessert die Luftqualität und bietet auch Vögeln und Insekten Lebensraum. Gleichzeitig schützt es das Dach vor Schäden und bildet eine gute Isolierung gegen Hitze und Kälte. Je nach Begrünung variiert die Artenvielfalt der Dachbepflanzung. Wer auf ein zusätzliches Bewässern verzichten will, wählt Sedumpflanzen, das sind Dickblattgewächse, die kaum Wasser benötigen.
Das Vlies sorgt für den Feuchtigkeitsausgleich
Wie andere Gebäudeteile auch müssen Gründächer baulichen Anforderungen genügen. Ist z. B. eine besonders intensive Begrünung erwünscht, muss das Dach auch entsprechend belastbar sein. Für eine extensive Begrünung, also eine Bepflanzung mit kleinen Gewächsen, reicht die Statik eines normalen Daches in der Regel aus. Vor allem muss ein Gründach richtig abgedichtet sein. Überschüssiges Wasser muss abfließen können, bevor die Begrünung durchgeführt wird. Wichtig ist ein Vlies als Untergrund, in dem sich einerseits Wasser speichert, das aber auch ein Versumpfen verhindert. Darauf wird ein Schlingengemisch mit dem Pflanzsubstrat aufgebracht. Das Verlegen dieser Pflanzmatten ist einfach vom Bauherrn selbst durchzuführen.
Unkrautjäten ist anfangs vonnöten
Allerdings: Das Unkrautjäten bleibt dem Gründachbesitzer – jedenfalls in den ersten Jahren – nicht erspart. Durch Samenflug siedelt sich vor allem zu Beginn der Begrünung auch unerwünschter Bewuchs an. Doch der Vorteil einer Dachbegrünung ist enorm. Die Dachhaut wird vor dem Einfluss von Wind, Wetter und UV-Strahlen optimal geschützt.